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für den 25.06.2019

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Jesaja 54,7

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Der PROtestant ist die evangelische Zeitung für Entscheidungsträger aus Gesellschaft und Kultur, Politik und Wirtschaft in Bonn und der Region.

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Service

Jahresthema Mut im Kirchenpavillon

"Fürchtet euch nicht"

Seit Oktober 2015 ist Mut das neue Jahresthema im Kirchenpavillon. Über die Strahlkraft von Mut schreibt Michael Schmidt vom Studio komplementaer.

Eine Installation zum Thema "Mut" lädt zu den Öffnungszeiten ein zum Nachdenken und Mitmachen. (Foto: Studio komplementaer) LupeEine Installation zum Thema "Mut" lädt zu den Öffnungszeiten ein zum Nachdenken und Mitmachen. (Foto: Studio komplementaer)

„Fürchtet euch nicht!“ sind die Worte, die ab Herbst 2015 für ein Jahr an der Wand des Kirchenpavillons zu lesen sind. Die Worte stehen so in der Bibel – und das nicht nur in der Weihnachtsgeschichte. Es gibt viele biblische Erzählungen, in denen Menschen mit diesen Worten Mut gemacht wird.

Die Ermutigung „Fürchtet euch nicht!“ kann leicht missverstanden werden. Die Angst soll keineswegs weggewischt oder schöngeredet werden. Dieser Satz meint genau das Gegenteil. Er nimmt das Leben mit seinen Sorgen ernst und ermutigt dazu, sich nicht von der Angst gefangen nehmen zu lassen.

Angst gehört zum Leben dazu. Angst an sich ist nicht verkehrt. Sie kann hilfreich sein um Dummheiten zu erkennen und Fehler zu vermeiden. Aber wenn die Angst das letzte Wort hat, kann sie uns lähmen. Mut dagegen ist die Fähigkeit, in gefährlichen Situationen die eigene Angst zu überwinden.

Welche Situation einem Menschen gefährlich erscheint und Angst macht, ist von Person zu Person unterschiedlich. So kann etwas für den einen Menschen sehr viel Mut erfordern, während die gleiche Handlung für jemand anderen das normalste und einfachste auf der Welt ist. Mut ist individuell.

Natürlich gibt es auch für mutige Menschen keine Garantie auf Erfolg. Mut wird damit belohnt, das Leben intensiv wahrzunehmen zu können. Die Beispiele mutiger Menschen machen Lust auf Leben – mit allen Höhen und Tiefen.

Das „Fürchtet euch nicht!“ der Bibel erstrahlt darüber hinaus noch in einem anderen Licht. In der Bibel lesen wir, dass keine Gefahr, keine Gewalt, kein Unglück und nicht einmal der Tod uns von der Liebe Gottes trennen kann. Was haben wir dann zu fürchten? Wenn der Begründer des Lebens und der Schöpfer des Universums dazu ermutigt, sich nicht von den Sorgen und Ängsten dieser Welt einschüchtern zu lassen, macht das doch Mut, oder?

 

 

Jede Woche gibt es im Kirchenpavillon eine Wochenfrage zum Thema Mut, die Sie diskutieren, bedenken und mitnehmen können. Jede Woche gibt es im Kirchenpavillon eine Wochenfrage zum Thema Mut, die Sie diskutieren, bedenken und mitnehmen können.

Bei unserer Themen-Interaktion im Kirchenpavillon können Sie ihre Ängste und Sorgen aufschreiben und symbolisch in Mut hüllen. Das Licht in dem Podest steht für die göttliche Dimension von Mut. Sie können ihre Karte in dieses Licht eintauchen und anstrahlen lassen. Das Podest wird nach oben hin von einem geometrischen Objekt („Geometric Cathedral“) abgegrenzt und bekommt so einen würdigen Rahmen.

Über die Installation hinaus finden Sie im Kirchenpavillon jede Woche eine neue Frage zum Thema Mut. Die 53 Fragen laden dazu ein, sich immer wieder mit dem Thema zu beschäftigen. Sie liegen als Karten auf den Tischen und am Ausgang aus.

Ja oder nein? Platz für Ihren Kommentar.., Hier können Sie ihre Meinung zur Wochenfrage äußern, abstimmen und sehen, was andere denken. (Foto: U. Verwold) LupeJa oder nein? Platz für Ihren Kommentar.., Hier können Sie ihre Meinung zur Wochenfrage äußern, abstimmen und sehen, was andere denken. (Foto: U. Verwold)

Machen Sie mit, stimmen Sie ab!

Ihre Meinung zu den Wochenfragen konnten Sie auch bislang schon äußern und Ihren Kommentar dazu abgeben. Viele Cafébesucher machen davon rege Gebrauch. Das ist schön!

Damit auch die Gäste nach Ihnen etwas davon haben, laden wir seit einiger Zeit ein, über die Wochenfragen abzustimmen und Ihren Kommentar dazu abzugeben.

Ist es mutig, sich einzugestehen, dass man nicht immer alles schafft? 71% sagen "ja", 29% sagen "nein". Bei zwei Frauen mit unterschiedlichem Abstimmungsergebnis lautete das Fazit: "Mut ist der falsche Terminus. Geht es nicht um Ehrlichkeit/ Aufrichtigkeit?" Und auch jemand anders kommentierte: Mut ist hier die falsche Kategorie. Ehrlichkeit, das braucht man dazu.

Was wäre eine Mutprobe für mich? "Einmal kein Angst haben, Menschen zu verlieren. Einmal nur ich sein"; "Wieder jeden Tag zu strukturieren"; "anderen zeigen, dass man keine Mutproben braucht, dass jeder aufgenommen werden darf."; "meinen Schwiegereltern entgegen zu treten... und zwar sanftmütig" - so lauteten Antworten zu dieser Mut-Frage.

Warum schaffe ich es manchmal nicht, mutig zu sein? "Wegen möglicher Reaktionen der anderen", "Ich schaffe es manchmal nicht mutig zu sein, weil ich es mit meiner eigenen Kraft versuche. Mit Gottes Kraft schaffen wir alles." - so lauteten Kommentare in dieser Woche.

Braucht man Mut, um eine Bewerbung abzuschicken? Dazu sagen fast genausoviele Stimmen "Nein" wie "Ja".

Wann braucht es Mut, seine Meinung zu äußern? Ein Drittel sagt: häufig, zwei Drittel sagen: selten. "wenn man weiß, dass eine differenzierte Meinung von emotional aufgeladenen Menschen simplifiziert wird und dann falsch verbreitet" lautete ein Kommentar aus unserer Sammlung.

Würde ich gerne öfter mutige Entscheidungen treffen? Dazu sagten 80% Ja, 20% Nein. "Kommt drauf an!!! Wenn sie wirklich wichtig ist"; "Jeder Feigling ist oft stärker als der Mutigere" waren Kommentare aus dieser Woche.

Ist das Leben eine Zumutung? Dazu sagten 23% Ja, 77% Nein. "Freude und Zumutung zugleich. Es mutet Freude zu und "freut" sich an Zumutungen. Es lohnt!" "Auch wenn das Leben manchmal von Tiefen geprägt ist, sollte man die Hoffnung, den Mut und den Glauben nie verlieren" kommentierten Gäste aus dem Café.

Wie viel Mut braucht man, um öffentlich zu sagen, dass man arbeitslos ist? "Viel" sagen 92% der Abstimmenden, nur 8% meinen wenig.

Ist mutig sein ansteckend? 75% sagen "Ja", 25% sagen "Nein". "Nicht immer und bei allen Dingen... aber mutige Menschen sind Vorbilder und motivierend..."; "Ja, aber nicht immer. Bsp: Bei Existenzbedrohung eher nicht, wenn es froh macht: Ja", waren Kommentare, die aufgeschrieben wurden.

Braucht es Mut, um offen über Beziehungskrisen zu sprechen? Dazu sagen 73% Ja, 27% Nein.

Bin ich mutig? Ein recht klares "Ja" mit 94%.

 

 

 

07.07.2016



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