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für den 18.08.2022

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Kirche in der Stadt

Wussten Sie eigentlich, dass die Osterzeit bis Pfingsten geht? So kommt ein eigentlich verspäteter Ostergruß eben doch zur rechten Zeit!

Außen am Kirchenpavillon und hier auf der Website wünschen wir Ihnen frohe Ostern und regen zum Nachdenken und zum Dialog an: Auferstehung – muss ich das glauben?

Ostern ist das vielleicht wichtigste Fest der Christenheit: Es geht um die Auferstehung, die große Verheißung des Glaubens – Ausschnitt aus dem großen Banner am Kirchenpavillon am Kaiserplatz (Bild: Kipa/Mühl-Wingen) LupeOstern ist das vielleicht wichtigste Fest der Christenheit: Es geht um die Auferstehung, die große Verheißung des Glaubens – Ausschnitt aus dem großen Banner am Kirchenpavillon am Kaiserplatz (Bild: Kipa/Mühl-Wingen)

Vorfreude ist die schönste Freude, heißt es immer, und so haben wir uns angewöhnt, die Vorbereitung auf Feste wichtiger zu nehmen als das Fest. Nikoläuse und Lebkuchen kaufen wir ab September, viele haben ihren Weihnachtsbaum den gesamten Advent schon geschmückt in der Wohnung stehen. Ostereier finden sich fast die gesamte Passionszeit an den Bäumen der Vorgärten. Jeweils unmittelbar nach dem Fest wird die Dekoration abgebaut.
Bei uns Christen ist das eigentlich anders. Die Passionszeit zum Beispiel ist die Zeit, in der wir gedanklich das Leiden und Sterben Jesu nachvollziehen. Osterfreude gibt es ab der Osternacht, also von Ostersamstag auf Ostersonntag. Und vor Ostersamstag kann man eigentlich keine Osterdeko aufhängen, denn an Karfreitag regiert sozusagen noch der Tod. Die Osterzeit dagegen endet keineswegs mit Ostermontag, sondern dauert bis Pfingsten. Sie könnten die Ostereier also getrost noch am Baum hängen lassen!
Langer Vorrede kurzer Sinn: Auch wenn der eigentliche Grund dafür, dass Sie vor Ostern keinen Ostergruß auf unserer Website fanden, in technischen Problemen lag, die es uns verunmöglicht haben, etwas auf die Website zu stellen, finden Sie jetzt durchaus zurecht unseren Ostergruß nicht nur am Gebäude des Kirchenpavillons, sondern auch hier auf der Website! Möge er Sie getrost bis Pfingsten begleiten!

Der Osterhase prägt das Fest, die Fragen zum Leben reichen aber weit darüber hinaus (Bild: Kipa/Mühl-Wingen) LupeDer Osterhase prägt das Fest, die Fragen zum Leben reichen aber weit darüber hinaus (Bild: Kipa/Mühl-Wingen)

Was soll ich glauben?

Auferstehung – muss ich das glauben? Die Frage begrüßt einen zum Osterfest auf einem bunten Banner an unserem Kirchenpavillon, dem Stadtkirchencafé am Kaiserplatz vor der Kreuzkirche. Einladung zum Nachdenken und Dialog. Hier ein geistlicher Impuls von Pfarrer Joachim Gerhardt:

Wir feiern Ostern. Das wichtigste Fest der Christenheit. Die Auferstehung Jesu Christi. „Muss man das glauben?“ fragt mich ein Konfirmand. Jugendliche haben Mut zu fragen, was wir uns als Erwachsene oft nicht mehr trauen. Wir diskutieren in der Gruppe: Vielleicht ist die ganze Auferstehung nur ein Hirngespinst? – Nein, dafür gibt es zu viele Zeugen vom leeren Grab. – Vielleicht ist der Leichnam Jesu ja geklaut worden? Muntere Theorien entwickeln sich, zum leeren Grab und überhaupt ... Beweisen lässt sich am Ende nichts.

Zweifel gehören zum Glauben dazu

Der Zweifel an der Auferstehung Christi ist uralt, erzähle ich. Der Apostel Paulus hat den ersten Christen in Rom eingeschärft: „Ist Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.“ (Römerbrief, Kapitel 15. Vers 14). Also doch: „Wir müssen an die Auferstehung glauben, sonst sind wir keine Christen“, bilanziert ein Jugendlicher unsere Diskussion. Aber nicht müssen – wir dürfen das glauben, sage ich. Das ist ein Riesenunterschied. Wir können etwas glauben, was wir uns selbst weder beweisen müssen noch beweisen können. Das ist für uns so realistische Menschen ungewohnt, aber eine große Chance.

Martin Luther hat gesagt „Der Glaube ist ein Geschenk“. Und der Glaube an die Auferstehung ist das schönste Geschenk. Weil es meinem Leben eine Weite und Leichtigkeit gibt, die ich mir selbst nie geben kann. Weil es all die gewalttätigen Mächte und Kräfte von Karfreitag hinter sich lässt. Wenn der Tod nicht das letzte Wort hat, erscheint mein Leben schon heute in einem anderen Licht. Mit Ostern öffnet sich sozusagen der Himmel über mir, und auf mein Leben fällt wie mit Sonnenstrahlen ein neuer Glanz. Darf ich das glauben? Möchte ich das glauben? Ich glaube, ja!

 

JoNo / ger / Baur-Schäfer / 13.04.2021



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